Die Gnapflinge

Sie sind noch gar nicht so lange bei uns. Die ersten Gnapflinge kamen zu uns, als Dirk seinen 56. Geburtstag gefeiert hat. Tsekyis Freundin Lena hatte gefragt, ob es etwas gibt, was sie für Dirk als Geburtstagsgeschenk häkeln könnte. Wir haben bei der Idee geholfen, denn wir haben uns etwas Niedliches in unseren Farben gewünscht. Das hat Lena dann auch sofort gemacht. So sind die ersten Gnapflinge bei uns eingezogen.

Also eigentlich haben sie ja auch Urahnen, könnte man so sagen. Bei einem Urlaub in Norddeutschland sind zwei Kraken zu uns gekommen. Sie heißen KaKi und Kraki. Und sie können gnapfen!

Nun aber zurück zu den Gnapflingen. Tsekyi hat sich 2024 ein neues Sofa gekauft. Das ist gaaaanz schön groß und es ist sehr weich. Eine echte Knupfzone, denn da passen zwei Personen liegend drauf und können so herumknorzeln, knupfen und sich einfach wohlfühlen.

Da kam Tsekyi auf die Idee, dass da ja noch so einige etwas größere Gnapflinge Platz hätten. Lena, die gerade auf der Suche nach einem Häkelauftrag war, hat sich sofort bereit erklärt, weiche Wolle zu bestellen und Gnapflinge zu häkeln. Natürlich brauchten wir zwei große. Das sind Tsekyi und Dirk und acht kleine. Das sind wir. 4 und 4, was ja laut der Knupfling’schen Gesetze 4 ergibt…

Lena hat sich also voll ins Zeug gelegt. Als die kleinen Gnapflinge zur Welt kamen, war sie gerade zu einer Untersuchung in einem Schlaflabor. Alle Gnapfis saßen dann auf ihrem Nachttisch und wirklich jede Krankenschwester war total begeistert, weil die kleinen einfach unschlagbar niedlich sind.

Als alle fertig waren, kam der große Umzug für die kleinen Gnapflinge. Als sie bei uns ankamen, mussten wir alle gleich bekuscheln und mit ihnen Händchen – ähm Tentakeln halten. Die sind alle soooo weich! Dirk und Tsekyi haben dann ein großes Körbchen und eine weiche Decke gekauft. Darin wohnt die ganze Tentakel-Familie, weil sie sonst immer wegkullern würden.

Im Alltag hat sich dann herausgestellt, dass ein besonderes Gnapf-Kind dabei ist. Der Kleine hat einen Arm mehr als die anderen. Er hat sich uns als „Dr. Gnapf“ vorgestellt, weil er diese Besonderheut hat und Tsekyi in dieser Zeit gerade die Serie „The Good Doctor“ geguckt hat (der ja auch eine Besonderheit hat). Wenn Dirk und Tsekyi nun am Abend oder am Wochenende zusammen am PC sitzen, dann schickt Dr. Gnapf immer ein paar IT-Spezialisten vorbei, die dann immer aufpassen, ob da am PC alles richtig funktioniert.

Diese Arbeit, die ganz schön wichtig ist, kann schon mal richtig lange dauern. Wir schlafen dann schon längst, wenn Tsekyi noch am Computer sitzt und Dr. Gnapfs IT-Spezialisten noch bei der Arbeit sind. Dann kommt es vor, dass die beiden Experten lieber noch weiter aufpassen wollen, also sogar über Nacht. In so einem Spezialfall kommt Mama-Gnapf dann mit und passt auf die beiden Spezialisten auf. Mama-Gnapf hat etwas längere Tentakeln, mit denen sie ihre Kinder umarmen kann.

Dann sind alle immer in Sicherheit und werden vollgekuschelt. Das ist nämlich wichtiger als alles Andere im Leben! Das wissen wir ganz genau, weil das nämlich unser Fachgebiet ist!

Und wo wir gerade beim Fachgebiet sind: Es sind noch zwei Gnapflinge mehr bei uns eingezogen. Tsekyi und Dirk leiten ja eine Selbsthilfegruppe. Was da genau los ist, verstehen wir kleinen Knupflinge nicht immer so ganz. Wir wissen aber, dass die beiden schon ganz schön vielen Menschen geholfen haben. Dafür haben sie tentakelkräftige Unterstützung bekommen. Unsere beiden Gnapf-Psychologen gehen immer mit zur Gruppe und passen auf, dass alle immer die Hilfe bekommen, die sie brauchen. Und weil sie so viele gnapfende Tentakel haben, kann Tsekyi immer daran herumgnubbeln, wenn es mal thematisch etwas aufregender wird.

Einen Arzt, IT-Spezialisten, Psychologen und einen Moderator zu haben, ist schon eine tolle und totaaaal spannende Sache für uns! Und die sind alle so weich…

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