Das sind die Knupflinge

Zum ersten Mal kamen wir alle zusammen 2014 während des Urlaubs auf der Insel Poel zum Vorschein. Das passt auch sehr gut, denn wir sind echte Nordlichter. Es gibt vier Stück von uns, die wir auf diesen Seiten im Einzelnen noch vorstellen möchten.

Als Dirk und Tsekyi sich kennenlernten, kam er als Einziger gleich am ersten Tag zum Vorschein. Er war sozusagen derjenige, der erst mal die Lage erkundet hat. Er machte einen ausgiebigen Spaziergang auf Dirks Schultern und ließ sich ab da öfter mal blicken.

Er läuft, knupft und wuselt eigentlich überall umher, aber am liebsten macht er einfach seine kleinen Spaziergänge. Da ist es auch fast egal, wo er so herumläuft, die Hauptsache ist, dass er gehen kann. Er hat ein grünes und weiches Flauschfell.

Seine Fellfarbe ist blau. Er meldete sich zum ersten Mal an der Ostsee, genauer gesagt auf der Ostseeinsel Poel. Wenn er hervorkommt, dann rauscht und gluckert er immer ein bisschen, bevor er herumknupft. Das klingt wie die Wellen, die auf den Strand laufen und ist von dem einen oder anderen „Blubb Blubb“ begleitet.

Er hat das rote Fell und ist ebenfalls gerne am Wasser, läuft jedoch anstatt über Strand und Wiesen gerne über Stege. Wenn er irgenwo suchend hin und herläuft, dann kann man ihm zum Beispiel mit der Hand einen Steg bauen, auf dem er dann herumläuft, sich hinsetzt und auch mal die Füße baumeln lässt. Für ihn haben Dirk und Tsekyi in Knupfhausen die Holzterrasse gebaut, weil das auch so ein bisschen ist, wie auf einem Steg herumzulaufen.

Sein Fell ist gelb. Er stammt ebenfalls von der Ostsee und er stapft gerne über weichen, sandigen Untergrund. Am besten ist der Sand angenehm warm. Seine Schritte sind dabei oft wie mit Gummistiefeln. Das sieht lustig aus. Aber so ist das nunmal, wenn ein Stapfling über den Sand stapft. Er spricht übrigens plattdeutsch und begrüßt immer alle mit einem klaren und fröhlichen „Moohooin!“.

Im Alltag hat sich recht schnell gezeigt, dass für uns Knupflinge manchmal ganz andere Regeln gelten. Wir können Sachen, die die Menschen bisher noch nicht können. Zum Beispiel können wir große Entfernungen einfach überbrücken. Wenn Dirk und Tsekyi getrennt unterwegs sind, dann können wir übers Telefon auch herumknupfen und schlafengehen. Außerdem gelten dann ja auch die sogenannten Knupfling’schen Gesetze:
Dirk und Tsekyi haben jeder vier Knupflinge. Wenn Dirk von einer Dienstreise nach Hause kommt, haben beide zusammen immer noch vier Knupflinge. Deshalb besagt das erste Knupfling’sche Gesetz 4 + 4 = 4. Man kann auch sagen: 4 + 4 = alle 4.
Wenn Dirk nun wieder unterwegs ist, haben beide immer noch jeweils vier Knupflinge. Also lautet das zweite Knupfling’sche Gesetz: 4 – 4 = 4.

Neben dem Knupfen ist eine unserer Lieblingsbeschäftigungen auch das Kuscheln. Dafür eignet sich am besten die Halskuhle. Dort ist es meistens schön warm und kuschelig. Im Winter tragen Dirk und Tsekyi immer die sogenannten Kuschelkragen. Das sind Loopschals, in denen wir dann entweder rumwuseln, knupfen oder eingekuschelt schlafen können.

Außerdem finden wir auch das Autofahren und das Flugzeugfliegen toll. Dabei sind wir entweder eingekuschelt und lassen uns durch die Gegend schaukeln oder wir kullern in der Kapuze herum. Das nennen wir dann „Chill-Out-Knupfing“.

Ganz selten kommt es auch vor, dass Dirk und Tsekyi nicht so gut drauf sind. Auch dann kuscheln wir uns ein. Die beiden sagen, dass sie manchmal auch schrwierigere Themen besprechen und klären müssen. Davon verstehen wir nichts. Nach kurzer Zeit kommt einer von uns dann doch zum Vorschein, und guckt, ob wieder alles ok ist. Er meldet sich dann mit einem vorsichtigen „knupf“ und überprüft, ob die Luft wieder rein ist und ob wieder, wie gewohnt, auch LiebLieb unterwegs ist. Wenn ja, dann purzeln alle anderen von uns auch ganz schnell hervor und es kann wieder fröhlich geknupft werden.

Lieblieb ist für uns überlebenswichtig. Eigentlich ist es das für jeden, aber für uns ganz besonders. Wir ernähren uns davon. Da braucht uns niemand etwas von gesunder Ernährung erzählen, denn es gibt nichts Gesünderes als LiebLieb. Und manchmal gibt es dazu auch WeichWeich. Das sind ganz weiche Stellen auf der Haut. Daran mopfen wir uns ganz fest und genießen es einfach. WeichWeich ist auch total kuschelig.

Manchmal wird auch unsere Hilfe benötigt. Offensichtlich kommt es bei Dirk und Tsekyi hin und wieder vor, dass sie mal krank sind. Dann verteilen wir ganz viel LiebLieb überall, damit die beiden schnell wieder gesund sind. Außerdem passiert es manchmal, dass einer der beiden mal eine Verletzung hat. Zur hilfreichen Versorgung gehört dann unbedingt das Heilungsknupfen. Das können wirklich nur wir und es führt dazu, dass das Problem ganz schnell wieder behoben ist.

Wenn wir mal etwas klären müssen oder wenn wir Fragen haben, dann setzen wir uns auf die Nase. Je nachdem, mit wem der beiden wir etwas besprechen wollen, ist dann auch die jeweilige Nase unsere Kommunikationszentrale. Die finden wir ja sowieso total toll. Da kann man nicht nur knupfen, sondern auch gnubbeln, tüten und zupfen. Jeden Morgen beginnen wir dort den Tag. Und jeden Abend sagen wir dort „gute Nacht“, bevor wir dann auf dem Weg ins Bett noch an den Ohren vorbeischauen. Da können wir dann noch eine Runde ribbeln.

Dann geht es direkt in unsere Halskuhle zum Schlafen. Die hat uns dann der Mond schon vorgewärmt. Sie ist dann „mondwarm“. Außerdem hat er immer seine Mondschaukel dabei, auf der wir immer schaukeln können, so oft und so lange wir wollen. Wir haben den Mond wirklich sehr lieb, denn er passt die ganze Nacht auf uns auf und macht auch Licht. Dann brauchen wir keine Angst vor der Nacht zu haben und wir können gut schlafen, bis dann am nächsten Morgen für uns ein neuer Tag beginnt, sobald wir zur Kommunikationszentrale gehen und „guten Morgen“ sagen.

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